Mäzene, Stifter, Stadtkultur<br>„Aus Frankfurt in die Neue Welt. Mission, Kommerz und Exil“<br>Vortrag von Dr. Franziska Bechtel

Mäzene, Stifter, Stadtkultur
„Aus Frankfurt in die Neue Welt. Mission, Kommerz und Exil“
Vortrag von Dr. Franziska Bechtel
Am Mittwoch, 8. November 2017, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Für das 20. und 21. Jahrhundert fällt es nicht schwer, einen Bogen zwischen Frankfurt und den USA zu spannen. Weit über die Nachkriegszeit hinaus prägten die Amerikaner das hiesige Leben militärisch, politisch, wirtschaftlich und kulturell. Bauten wie das IG-Farbenhaus, Institutionen wie das US-Konsulat und Vereinigungen wie die Steuben-Schurz-Gesellschaft bezeugen noch heute eine enge Verbindung zwischen der Stadt am Main und den USA.
Weniger präsent ist hingegen die Tatsache, dass beide Orte eine weitaus ältere Geschichte verbindet. Neben Handel und Finanzgeschäften war es die Auswanderung, die Menschen aus Frankfurt und Umgebung seit dem 17. Jahrhundert nach Nordamerika führte. Die Ursachen und Motive waren wie andernorts vielseitig und von Zeit zu Zeit unterschiedlich. Die Wenigsten traten die beschwerliche Reise über den Atlantik freiwillig an. Für sie war das Verlassen ihrer Heimat vielmals ein Fluchtversuch aus einer scheinbar aussichtslosen Lebenssituation. Andere wiederum zog eine Mission oder Geschäfte nach Nordamerika. Abgesehen von einer oftmals ungewissen Zukunft war die Auswanderung je nach Epoche mit mehr oder weniger hohen Hindernissen verbunden. Fehlendes Geld, windige Geschäftemacher und Regierungsautoritäten konnten den Traum vom Leben in der Neuen Welt schnell platzen lassen. Wie Frankfurt in der Vergangenheit die Amerika-Auswanderung erlebte, soll in diesem Vortrag dargelegt werden.
Franziska Bechtel hat an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der University of Wisconsin-Madison Geschichte und Kunstgeschichte studiert. Im Juli 2016 wurde sie am Historischen Seminar der Goethe Universität promoviert. Ihre Studien und Forschung zu Themen der US-amerikanischen und transatlantischen Geschichte wurden u.a. durch Stipendien der Fulbright Kommission und des Evangelischen Studienwerks gefördert.
Eintritt frei, begrenztes Platzangebot, keine Reservierungen möglich
Kooperationspartner: Frankfurter Bürgerstiftung, Freunde Frankfurts e.V.

Eintritt frei