Mäzene, Stifter, Stadtkultur<br>Hexenprozesse in Frankfurt<br>Vortrag von Prof. Dr. Marianne Rodenstein

Mäzene, Stifter, Stadtkultur
Hexenprozesse in Frankfurt
Vortrag von Prof. Dr. Marianne Rodenstein
Am Mittwoch, 17. Mai 2017, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Während im gleichen Zeitraum unzählige Menschen der Zauberei und Hexerei angeklagt und grausam gefoltert wurden und meist auf dem Scheiterhaufen endeten, fanden in Frankfurt zwischen 1441 und 1714 nur zwanzig Hexenprozesse statt. Keine der angeklagten siebzehn Frauen und drei Männer wurde zum Tode verurteilt. Einige von ihnen wurden der Stadt verwiesen, aber es gab auch Freisprüche. Die Soziologin Marianne Rodenstein hat anhand der Prozessprotokolle untersucht, warum die in ganz Deutschland üblichen und in manchen vergleichbaren Städten sogar hemmungslos wütenden Hexenverfolgungen in Frankfurt keine Rolle spielten, obwohl auch hier nicht nur die einfache Bevölkerung an Hexerei glaubte.  Mitentscheidend mag die Standhaftigkeit der ersten vier Angeklagten gewesen sein, die auch unter der Folter nicht bereit waren, zu gestehen, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Dies mag den Rat der Stadt darin bestärkt haben, im Interesse der öffentlichen Ordnung wie auch von Handel und Wandel Ruhe zu bewahren keine Schauprozesse zu veranstalten und das Thema aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Dadurch wurde die in anderen Orten durch jeden öffentlichen Hexenprozess ausgelöste Massenhysterie mit immer weiteren Beschuldigungen und Prozessen vermieden.

begrenztes Platzangebot, keine Reservierungen möglich
Eine Veranstaltung der Freunde Frankfurts e.V. in Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung