Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen<br>„Mein Verlangen ist groß.“<br>Aus dem Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Stefan Zweig<br>Gelesen von Oliver Kraushaar und Justus Pfankuch<br>Konzeption: Hanne Kulessa

Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen
„Mein Verlangen ist groß.“
Aus dem Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Stefan Zweig
Gelesen von Oliver Kraushaar und Justus Pfankuch
Konzeption: Hanne Kulessa
Am Donnerstag, 17. November 2016, 19.30 Uhr
Oliver Kraushaar © Birgit Hupfeld

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Programmänderung: für Nico Holonics, der leider verhindert ist, liest Justus Pfankuch

„Ich hatte Sigmund Freud, diesen großen und strengen Geist, der wie kein anderer in unsrer Epoche das Wissen um die menschliche Seele vertieft und erweitert, in Wien noch zu jenen Zeiten gekannt, als er dort als eigensinniger und peinlicher Eigenbrötler gewertet und befeindet wurde.“ So Stefan Zweig in seinen „Erinnerungen eines Europäers - Die Welt von Gestern“.
Stefan Zweig war ein leidenschaftlicher Bewunderer von Freud, so leidenschaftlich und fast unterwürfig ergeben in seiner Verehrung, daß es Freud manchmal zu viel wurde. 1908 begann ihr Briefwechsel, er endet mit einem Brief von Zweig am 14. September 1939. Ob Freud diesen Brief, der zum ersten Mal - statt mit „Hochverehrter Herr Professor“ - mit einer vertraulichen Anrede beginnt: „Mein teurer verehrter Freund und Meister“ noch gelesen hat, wissen wir nicht. Freud starb wenige Tage nach Zweigs Brief, am 23.9.1939.

Auszüge aus diesem aufschlußreichen Briefwechsel lesen Oliver Kraushaar und Justus Pfankuch. Beide Schauspieler sind Mitglieder des Ensembles am Schauspiel Frankfurt.
Oliver Kraushaar, ausgebildet an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg, ist seit 2002 festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Zu sehen ebenso in Film und Fernsehen.
Justus Pfankuch, Schauspielausbildung in Leipzig, spielte in mehreren Inszenierungen am Staatsschauspiel Dresden und ist seit dieser Spielzeit Mitglied des Schauspielstudios am Schauspiel Frankfurt.

Dr. Marschner Stiftung (Förderer), Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)