Stiften macht Geschichte. 25 Jahre Frankfurter Bürgerstiftung

Die Frankfurter Bürgerstiftung kann inzwischen auf 25 Jahre ihres bürgerschaftlichen Engagements zurückblicken.

1915 hatte der kinderlose Adolph Freiherr von Holzhausen die Stadt Frankfurt als seine Universalerbin eingesetzt. Unter anderem vermachte er ihr seine Gemälde- und Büchersammlung, das Familienarchiv und vor allem das Holzhausenschlösschen mit dem umliegenden Park und der Kastanienallee. Kriegswirren und Inflation machten viele der Pläne Adolphs zunichte. Was das Holzhausenschlösschen betrifft, so hatte er festgelegt, dass „das historische Oedschlösschen … in einem seiner Vergangenheit entsprechenden Zustand erhalten bleibt.“ Die Nutzung als Museum, z. B. eines Frankfurter Geschichte betreffenden, sollte gestattet sein, nicht aber als Gast- oder Wohnhaus (Testamentsnachtrag vom 19. Sept. 1917). 1924 zog die Außenstelle Frankfurt des Reichsarchivs in das Schlösschen, wo sie bis zur Auslagerung der Bestände 1944 blieb. Nach 1945 lag das Gebäude im Sperrgebiet, ab 1952 war es Sitz des Museums für Vor- und Frühgeschichte. Nachdem das Archäologische Museum (damals Museum für Vor- und Frühgeschichte) Anfang der 80er Jahre ein neues Domizil in der Karmeliterkirche gefunden hatte, gab es verschiedene Überlegungen, was mit dem  Holzhausenschlösschen geschehen solle. Da für das Gebäude eine langfristige und kostensparende Nutzung unter Berücksichtigung  der testamentarischen Auflagen des letzten Besitzers, Adolph  Freiherr von Holzhausen, gefunden werden musste, kam im Frühjahr 1988 die Idee auf, eine Stiftung zu errichten, die sich mit der Geschichte der in hervorragender Weise für das Gemeinwohl tätigen Bürger, Familien und Institutionen befassen sollte.  Im Juni 1988 erklärte sich die Stadt Frankfurt bereit, diese Idee zu unterstützen, und bot das ihr gehörende Holzhausenschlösschen zur Nutzung als Stiftungssitz an.

Die Frankfurter Bürgerstiftung wurde am 15. Februar 1989 errichtet  und am 29. März vom Regierungspräsidenten in Darmstadt  genehmigt. Am 12. Mai erfolgte der Eintrag ins Goldene Buch der Stiftungen Frankfurt am Main. Neben den vielen Kammer-Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Kinderveranstaltungen, die seitdem stattfanden, gab es ca. 90 Ausstellungen.